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Industrie Museum Lohne mit neuer Sonderausstellung
„...Dinklager Kord und Lohner Schürzen...“
Zur Entwicklung der Textilindustrie in der Region
Eröffnung ist am 09.März 2012 geplant
Das Industrie Museum Lohne und der Heimatverein „Herrlichkeit“ Dinklage eröffnen am 09. März ein gemeinsames Ausstellungsprojekt zur Entwicklung der Textilindustrie in der Region mit dem Schwerpunkt Lohne/Dinklage.
Die Idee für das gemeinsame Projekt entstand mit der Unterbringung eines alten Webstuhls der ehemaligen Dinklager Weberei van der Wal im Magazin des Industriemuseums. Mit seinem Alter von fast 100 Jahren gehört er zu den wenigen Objekten, die der Heimatverein Dinklage aus der Fabrik retten konnte. Die ehemaligen Hallen und Gebäude in Dinklage sind umgenutzt worden und auch in Lohne gehört die Textilindustrie der Vergangenheit an.
Seit 2008 arbeitet ein Dinklager Arbeitskreis, bestehend aus ehemaligen Mitarbeitern der Firma und Mitgliedern des Heimatverein Dinklage, gemeinsam mit dem Industrie Museum Lohne intensiv an der Aufarbeitung des Themas um Anfang März 2012 eine Ausstellung und einen Katalog zu präsentieren. Inzwischen wurde in mühsamer Kleinarbeit ein weiterer Webstuhl aus der Sammlung des Tuchmachermuseums Bramsche mit Unterstützung der Ausbildungswerkstatt des Ludgerus Werkes Lohne wieder funktionstüchtig gemacht. Beide Webstühle werden in der Ausstellung geräuschvoll ans Laufen gebracht, um den Besucher eine Vorstellung der Arbeit in der Weberei van der Wal zu vermitteln.
Anschaulich soll auch die vorindustrielle Textilproduktion zu erfahren sein: Vom Flachs zum Leinen heißt es hier mit verschiedenen Gerätschaften zur Flachsbearbeitung, dem Spinnrad und dem Handwebstuhl.
In der Textilindustrie waren besonders viele Frauen beschäftigt, nicht allein in der Weberei van der Wal in Dinklage, sondern auch in der Schürzenfabrik Solida und der Gardinenfabrik Enders in Lohne, die beide in der zweiten Hälfte des 20.Jh. in Lohne ansässig waren.
In der Spulerei, der Einzieherei und in der Zwirnerei arbeiteten Frauen in der Weberei im Schichtbetrieb, froh eine Verdienstmöglichkeit und eine geregelte Arbeitszeit gefunden zu haben. In der Ausstellung ist solch ein Arbeitsplatz aufgebaut.
Etwas knifflig wird es im Bereich Ausbildung in der Werberei, denn hier wird ein sogenannter Weberknoten geübt. Mit einem Stoff- und Warenlager wird die Ausstellung abgeschlossen. Es gibt Gardinen, Schürzen, Bäckerhosen und Herrenanzüge zu sehen. Und einer Anprobe steht auch nichts im Wege.






